Anne-Mie van Kerckhoven im Abteiberg



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published on 05 Nov 2016 in Guru-Magazin

Die Evolutionen des Denkens

Den Besucher der Ausstellung erwartet ein Eintauchen ins Innere. Anne-Mie van Kerckhovens Schaffensprozess umkreist seit rund 40 Jahren verschiedene Phänomene, die im Genre absurde Widersprüche des 20. Jahrhunderts verankert sind. Die Arbeiten veranschaulichen ein menschliches Gehirn, manipuliert und voller Vorstellungen. Die Betrachtungen führen in eine Tiefe und Komplexität, die alltäglich, wenn auch unterbewusst, daherkommen. In Form von Montagen zeigen sich parallele Existenzen zu Themen wie u.a. Moral, Trash-Ästhetik oder Anti-Akademismus.

Ideal- und Wunschportraits heute wie damals, in den 60er, 70er und 80er Jahren, ob unter feministischer oder futuristischer Vorstellung, versprechen garantiert keine Langeweile. Medialisierung wird sichtbar und das Verlangen, diese unfassbaren Gegebenheiten zu fassen. So ergibt sich ein begehbarer Katalog der Inspirationen, welcher zeigt, dass Ausdruck und Inhalt nicht immer inkohärent waren – umso aktueller ist „(die Suche) nach Strukturen, Sparten und Systemen, unter der Oberfläche“ (aus: Anne-Mie Van Kerckhoven, Das Abstrakte ist keine sexuelle Stimulanz, 1995) Das Museum Abteiberg zeigt umfassend die Werke von Kerckhoven und setzt Vergangenes mit Gegenwärtigem in Beziehung.




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